Abtei Neresheim

nereshm2.jpg 340x210„Die Auferstehung“ und
„Das Abendmahl“


Neresheim liegt auf dem Härtsfeld, einem Ausläufer der Schwäbischen Alb zwischen Heidenheim und Nördlingen und wird überragt von der weithin sichtbaren Benediktinerabtei. An föhnigen Tagen kann man von hier aus die Alpen erblicken. Die Geschichte des Klosters reicht bis zum Jahr 1106 zurück. Während der Kirchturm noch aus der Zeit des 30-jährigen Krieges stammt (Peter Schwarz, Sonthofen) wurde die heutige Barockkirche als Spätwerk von Balthasar Neumann geplant und ab 1750 bis zu seinem Tod (1753) erbaut. Die halbfertige Kirche war in den nächsten vierzig Jahren zwar nach den Plänen des großen Baumeisters fertiggestellt worden, allerdings wurden aus Sparsamkeit und mangels genialer Bauleitung deutliche Abstriche am ursprünglichen Konzept vorgenommen. Nicht zuletzt wirkte sich auch der Stilwandlung vom Barock zum Klassizismus während der langen Ausbauphase aus.

nereshm3.jpg 298x440Trotz der misslichen Baugeschichte kann man in Neresheim das Genie Balthasar Neumanns bewundern. Die karge Außenfassade verbirgt einen lichtdurchfluteten Innenraum, der im Gegensatz zu vielen anderen überladenen Barockkirchen in klarem Weiß erstrahlt. Beherrschende Grundform ist das Oval, das mehrfach kombiniert sowohl den Grundriß eines Kreuzes ergibt wie auch in der die Kuppelgestaltung beeinflußt. Schwungvolle Linien durchziehen den Raum. Experten schätzen Neresheim trotz der baugeschichtlichen Mängel als ein herausragendes Meisterwerk barocker Baukunst.

Ganz im Geiste Neumanns wurden die Kuppelgemälde durch den Tiroler Martin Knoller ausgeführt. Auch sein Werk greift alle gestalterischen Errungenschaften vollendet auf, setzt Perspektiven und Farben für die Darstellung des Sinnlichen und Übersinnlichen in wahrer Meisterschaft ein. Obwohl religiöse Motive, dienen sie weniger der Andacht als einem Fest für die Augen.

nereshm4.jpg 425x279Die musikalische Ausstattung stammt von Johann Nepomuk Holzhay und ist seine größte Orgel mit über 3500 Pfeifen.

Zweimal täglich (11/15 Uhr) werden kostenlose Führungen angeboten, am Sonntag 15 Minuten später.



Gut ißt man übrigens im Landgasthof ZUR KANNE in Neresheim-Ohmenheim (kein Ruhetag)



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Deckengemälde „Der Himmel“ (97 KB)


Auskunft:
Benediktinerabtei Neresheim
Telefon 07326 8501
info@abtei-neresheim.de

Nähere Hinweise siehe
Abtei Neresheim


Letzte Aktualisierung dieser Seite: 04.03.2003